Wohnungsbaugenossenschaften in Berlin (2026)
Wohnungsbaugenossenschaften in Berlin bieten lebenslanges Wohnrecht. Die Mieten sind fair und Sie haben eine demokratische Mitbestimmung.
- 80+ Genossenschaften in Berlin
- 190.000 verwaltete Wohnungen
- 11,5 % des Mietwohnungsmarkts
- 5,66 € Ø Nettokaltmiete/m²
Wohnungsbaugenossenschaft Checkliste: So bewerben Sie sich richtig
- Recherche: Ermitteln Sie Genossenschaften in Ihren Wunschbezirken, anhand der Liste weiter unten.
- Registrierung: Melden Sie sich online an oder fordern Sie Aufnahmeformulare direkt bei der Genossenschaft an.
- Unterlagen vorbereiten: Halten Sie WBS (falls vorhanden), aktuelle Einkommensnachweise und ein SCHUFA-BonitätsCheck bereit.
- Finanzplanung: Prüfen Sie, wie viele Geschäftsanteile für die gewünschte Wohnungsgröße erforderlich sind.
- Regelmäßig Angebote prüfen: Besuchen Sie die Webseiten der Genossenschaften regelmäßig (mindestens wöchentlich). Um auf aktuelle Wohnungsangebote sofort zu reagieren.

Wohnungsbaugenossenschaften Berlin – Liste
Wohnungsbaugenossenschaften Verbund Berlin
WG = Wohnungsgenossenschaft
WBG = Wohnungsbaugenossenschaft
WSG = Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft
WV = Wohnungs-Verein
WBV = Wohnungsbau Verein
WU = Wohnungsunternehmen
BG = Baugenossenschaft
BWG = Bau- und Wohnungsgenossenschaft
BSG = Bau- und Siedlungsgenossenschaft
(BG) = Bewohnergenossenschaft
GW= Genossenschaftliches Wohnen
MG = Mietergenossenschaft
Was ist eine Wohnungsbaugenossenschaft?
Eine Wohnungsbaugenossenschaft ist ein Zusammenschluss von Menschen, die gemeinsam bezahlbaren Wohnraum schaffen und erhalten. Der entscheidende Unterschied zur klassischen Miete: Sie sind kein gewöhnlicher Mieter, sondern Mitglied und Miteigentümer der Genossenschaft.
Das bedeutet in der Praxis: Statt einer Mietkaution erwerben Sie Geschäftsanteile, erhalten ein Stimmrecht auf der Mitgliederversammlung und profitieren von einem lebenslangen Wohnrecht.
Die vier wichtigsten Vorteile
- Lebenslanges Wohnrecht
Eine Kündigung wegen Eigenbedarfs ist ausgeschlossen. Sie wohnen so lange Sie möchten. - Faire Mieten
Durchschnittlich 5,66 €/m², halb so viel wie private Anbieter bei Neuvermietungen verlangen (Ø 11,50 €/m²). - Demokratische Mitbestimmung
Als Miteigentümer haben Sie volles Stimmrecht. Sie gestalten die Entwicklung Ihrer Genossenschaft aktiv mit. - Zusatzleistungen
Viele Genossenschaften bieten Gästewohnungen, Gemeinschaftsräume, Sozialberatung und organisierte Freizeitangebote (z. B. Sportkurse oder Chöre).
Kosten und Zugang
Beim Beitritt erwerben Sie Geschäftsanteile anstelle einer klassischen Mietkaution. Diese Anteile bilden das Eigenkapital der Genossenschaft. Werden in vielen Fällen verzinst und bei Austritt gemäß der Satzung zurückgezahlt. Es ist eine Investition, kein verlorenes Geld.
Wie hoch sind die Wartezeiten?
Aufgrund der hohen Beliebtheit und einer sehr niedrigen Leerstandsquote von nur 0,8 % sind Wartelisten bei vielen Berliner Genossenschaften lang. Dennoch werden jährlich rund 5.000 Wohnungen in Berlin neu vergeben, die Hälfte davon an neue Mitglieder.
Tipp: Frühzeitig bewerben lohnt sich.
Ein frühzeitiger Beitritt sichert Ihnen eine Position für die Zukunft.

Wohnungsbaugenossenschaften in Berlin zum Anhören
Die 5 größten Genossenschaften Berlins
- WGLi Lichtenberg (10.242 Einheiten)
- Beamten-Wohnungs-Verein zu Berlin (7.212 Einheiten)
- bbg Berliner Baugenossenschaft (7.026 Einheiten)
- 1892 eG (6.860 Einheiten)
- Charlottenburger Baugenossenschaft (6.667 Einheiten)
Über 30 dieser Unternehmen sind im Verbund der Marketinginitiative der Wohnungsbaugenossenschaften Berlin zusammengeschlossen.
Vergleich: Wohnungsbaugenossenschaft vs. Privater Vermieter vs. Landeseigene Gesellschaft in Berlin
| Merkmal | Wohnungsbaugenossenschaft | Privater Vermieter | Landeseigene Gesellschaft |
|---|---|---|---|
| Status | Miteigentümer / Mitglied | Mieter | Mieter |
| Vertragsverhältnis | Dauernutzungsvertrag | Mietvertrag | Mietvertrag |
| Kündigungsschutz | Lebenslanges Wohnrecht | Gesetzlich (Eigenbedarf möglich) | Sehr hoch |
| Mietpreis (2019) | Sehr günstig, Ø 5,66 €/m² | Marktorientiert hoch, Ø 11,56 €/m² (Neuvermietung) | Günstig, Ø 6,28 €/m² |
| Mitbestimmung | Volles Stimmrecht | Keine | Begrenzt (Mieterräte) |
| Zusatzleistungen | Gästewohnungen, Sozialberatung | In der Regel keine | Teilweise Sozialmanagement |
Vor- und Nachteile auf einen Blick
Vorteile:
- Schutz vor spekulativen Verkäufen und Eigenbedarfskündigungen
- Mieten nur zur Kostendeckung, keine Gewinnabschöpfung durch Dritte
- Günstiger Zugang zu Gästewohnungen und Gemeinschaftsräumen
- Aktives Gemeinschaftsleben durch Feste und ehrenamtliches Engagement
Nachteile:
- Geschäftsanteile müssen vorab eingezahlt werden (Kapitalbindung)
- Wartelisten oft lang
- Manche Genossenschaften nehmen ohne konkrete Wohnungsaussicht keine Mitglieder auf (temporärer Aufnahmestopp).
Häufige Einwände:
„Die Wartezeiten sind zu lang.“
Berliner Genossenschaften vergeben jährlich rund 5.000 Wohnungen neu, die Hälfte an Neumitglieder. Wer sich frühzeitig bewirbt, sichert sich eine gute Ausgangsposition.
„Die Geschäftsanteile sind mir zu teuer.“
Die Geschäftsanteile werden häufig verzinst und bei Austritt zurückgezahlt. Es handelt sich um eine Investition in sicheres Wohnen, kein verlorenes Geld.
Häufige gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Genossenschaft und klassischer Miete?
Als Genossenschaftsmitglied sind Sie Miteigentümer des Unternehmens, nicht nur Mieter. Sie erwerben Geschäftsanteile statt einer Kaution, haben ein Stimmrecht auf Versammlungen und genießen ein lebenslanges Wohnrecht.
Wie hoch ist die Miete bei Berliner Genossenschaften?
Die durchschnittliche Nettokaltmiete liegt bei 5,66 €/m² (Stand 2019). Deutlich unter dem privaten Marktdurchschnitt von über 11,50 €/m² bei Neuvermietungen.
Was kostet die Mitgliedschaft?
Anstelle einer Kaution erwerben Sie Geschäftsanteile. Die Höhe variiert je nach Satzung und Wohnungsgröße.
Anteile bilden das Eigenkapital der Genossenschaft.
Wie bekomme ich eine Wohnung über eine Genossenschaft?
Sie bewerben sich direkt bei der jeweiligen Genossenschaft, entweder online oder per Post. Viele führen Wartelisten oder nehmen neue Mitglieder nur bei konkreter Wohnungsverfügbarkeit auf. Prüfen Sie die Webseiten regelmäßig (wöchentlich) auf aktuelle Angebote.
Warum sind Genossenschaften so günstig?
Genossenschaften arbeiten nicht renditeorientiert. Überschüsse fließen in Instandhaltung und Modernisierung, Nicht als Profit an externe Investoren.
Gibt es Genossenschaften in allen Berliner Bezirken?
Ja. Die Berliner Genossenschaften sind flächendeckend vertreten, von Mitte über Neukölln bis Reinickendorf.
Kann mir als Genossenschaftsmitglied gekündigt werden?
Nein. Mitglieder genießen ein lebenslanges Wohnrecht. Eine Kündigung wegen Eigenbedarfs, wie bei privaten Mietverhältnissen möglich, ist in Genossenschaften ausgeschlossen.
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